40 Jahre Tennis in der Marktgemeinde Manching

"Eine Tennisanlage für Jedermann"

Ilie Nastase, Björn Borg, Billie Jean King und Chris Evert hießen die Tennisstars Anfang der 70er Jahre.
Idole für abertausende von Tennisfans. Kein Zweifel: der weiße Sport war auf dem besten Wege ein
Volkssport zu werden. Und so wurde auch Manching vor 40 Jahren angesteckt vom Tennisfieber. Vorbei
die Zeiten, in denen Tennis als Sport der Reichen galt. Wer den Schläger schwingen wollte, sah sich
jedoch vor ein Problem gestellt: denn die wenigen renommierten Clubs in Ingolstadt hatten zu dieser
Zeit lange Wartelisten.


Zupacken statt zuschauen hieß das Motto deshalb für eine Handvoll tennisbegeisterter Manchinger. Im Sommer 1970
fanden sie sich unter dem Dach der MBB-Sportgemeinschaft zusammen. Im August schrieben die Verantwortlichen
der MBB-SG an den damaligen Bürgermeister Hans Stutz: "Wir möchten wegen der Anlage von Tennisplätzen mit Ihnen
verhandeln und die Voraussetzungen für die Überlassung eines dazu geeigneten Grundstücks schaffen".

Kurze Zeit später stand das Grundstück fest: auf dem Gemeindegrund im Vorwerk sollte die "Tennisanlage für Jedermann"
entstehen. Der Grundgedanke: Tennis allen Bürgern zugänglich und bezahlbar zu machen. Am 1. Dezember 1970
hieß es dann von Seiten der Gemeinde: "Der Messerschmitt-Sportgemeinschaft wird die Erlaubnis erteilt, mit den
Arbeiten zu beginnen".

Die ersten bürokratischen Hürden waren also genommen, im Früjahr des kommenden Jahres rückten die ersten
freiwilligen zum Arbeitseinsatz an. Und am 19. Mai wurde die Abteilung "Tennis" der MBB-SG offiziell im Gasthof
Bräujäckl gegründet. Knapp 50 Gründungsmitglieder wählten Manfred Binder zum Abteilungsleiter. Im Gründungs-
protokoll wurde festgehalten, dass der Monatsbeitrag "6 DM pro Mitglied" betragen sollte. Ehefrauen - die damals
offenbar nicht als Mitglied angesehen wurden - mussten 4 DM bezahlen, Jugendliche 2 DM.

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